Die Dämmung der Fassade mit Holzfaser ist wie eine moderne Funktionsbekleidung für das Haus. Sie hält es warm, schützt es vor Witterungseinflüssen und reduziert maßgeblich den Energieverbrauch. Holzfaser-Wärmedämmsysteme verfügen über den idealen Mix an umweltfreundlichen, energiesparenden und dämmenden Eigenschaften für eine ausgezeichnete Fassadendämmung und ein gesundes Wohnklima.

Wasserabweisend & Feuchtigkeitsregulierend
Holzfaser-Dämmplatten für den Fassadenbereich, und auch für Unterdeckplatten, sind durch den Zusatz von Wachs wasserabweisend ausgerüstet. Regen perlt einfach ab, wodurch die Dämmplatten auch eine gewisse Zeit der Witterung ausgesetzt werden können. Das ist besonders dann wichtig, wenn nach der Plattenmontage, zum Beispiel durch einen Schlechtwetter-Einbruch, das Aufbringen des Putzes verzögert wird. Gleichzeitig sind Holzfaser-Dämmplatten diffusionsoffen. Das bedeutet, Wasser kann zwar nicht eindringen, Dampf jedoch entweichen. So wirken sie feuchtigkeitsregulierend, verhindern ein Durchfeuchten der Konstruktion und ermöglichen ein angenehmes Wohnklima. Genau so, wie das moderne Funktionsbekleidung macht.

Stabil & schützend
Holzfaser-Dämmplatten sind besonders stabil und druckfest. Damit schützen sie die Fassade auch vor diversen Schäden, die beispielsweise durch spielende Kinder entstehen könnten. Briefkästen, Wandlampen oder andere leichte Lasten können ganz einfach mit Standard-Holzschrauben befestigt werden. Die Holzfaser-Dämmplatten halten das problemlos aus und es werden keine speziellen Dämmstoffdübel benötigt.

Einer mag mit Holzfasern gedämmte Fassaden jedoch nicht so gern: der Specht. Und das ist ein weiterer wichtiger Pluspunkt, der für eine Holzfaserdämmung spricht. Spechte hacken nämlich gerne Löcher in Fassaden, die mit Dämmstoffen aus leichten Schaumstoffen gedämmt wurden. Denn diese klingen hohl und damit nach reichlich Nahrung, ganz so wie ein morscher Baum. Holzfaserdämmung hingegen klingt dumpf wie gesundes Holz und wird von Spechten daher deutlich weniger beschädigt.

Sauber & frei von Moosen und Algen
Holzfaser-Dämmstoffe sorgen für eine Fassade ohne Moose und Algen. Und das aus ganz einfachen Gründen. Werden Wände gedämmt, bleibt mehr Wärme im Hausinneren. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Außenseite der Wand kälter wird. Das kann bei manchen konventionellen Dämmstoffen für einen überraschenden Effekt sorgen. Organische Schäume sind z.B. sehr leichte Dämmmaterialien, haben deshalb eine nur sehr geringe Wärmespeicherkapazität und können die Tageswärme kaum speichern. Sie kühlen abends schneller aus als die Umgebungstemperatur sinkt. An diesen kalten Oberflächen schlägt sich die Luftfeuchtigkeit in Form von Kondenswasser ab. Perfekt für das Wachstum von Moosen und Algen.

Ganz anders Holzfaser-Dämmstoffe. Durch ihr deutlich höheres Gewicht und ihre größere Rohdichte sind Holzfaser-Dämmstoffe ausgezeichnete Wärmespeicher. Sie sind noch lange warm, auch wenn die Umgebungsluft schon lange abgekühlt ist. Durch das langsame Abgeben der Speicherwärme bildet sich weit weniger Kondenswasser und die Fassade bleibt wesentlich trockener. Algen und Moose haben durch die trockeneren Wände kaum eine Möglichkeit sich festzusetzen und ein Bewuchs wird sichtbar reduziert. Eine Tatsache, die sogar das Fraunhofer-Institut für Bauphysik bestätigt.